Lucas Pouille triumphiert beim MercedesCup // 6. Update

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Zusammenfassung Sonntag 16.06. – Finale

Lucas Pouille triumphiert beim MercedesCup – Murray/Soares gewinnen das Doppel

Der große Triumphator beim MercedesCup 2017 heißt Lucas Pouille! Der als Nummer vier gesetzte Franzose setzte sich am Sonntag im Endspiel des mit 701.975 Euro dotierten ATP-Rasenturniers auf dem Stuttgarter Weissenhof gegen den 35-jährigen Spanier Feliciano Lopez in 2:05 Stunden mit 4:6, 7:6 (7/5), 6:4 durch und wurde für seinen dritten ATP-Titel mit einem Siegerscheck in der Höhe von 112.460 Euro sowie dem Gewinnerfahrzeug – einem E 400 4MATIC Cabriolet – belohnt. Lopez, der heute um seinen sechsten ATP-Turniersieg kämpfte, konnte sich mit einem Preisgeld von 59.230 Euro trösten.

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Pouille hatte nach seinem Drittrunden-Aus bei den French Open in Paris bei Turnierdirektor Edwin Weindorfer um eine Wildcard für den MercedesCup angefragt und diese auch erhalten. „Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken, denn wenn ich die Wildcard nicht bekommen hätte, würde ich jetzt nicht hier stehen“, meinte der 23-Jährige bei der Siegerehrung. Mit dem 29. Ass verwertete Pouille seinen dritten Matchball, nachdem ihm bei der ersten Chance auf den Matchgewinn noch ein Doppelfehler unterlaufen war.

Ein Schlüssel zum Erfolg des aktuellen Weltranglisten-16. war auch, dass er in brenzligen Situationen die Nerven behielt. So musste Pouille im ersten Satz zwar seinen Aufschlag zum 1:2 abgeben, vereitelte aber im weiteren Verlauf der Partie sechs weitere Breakchancen seines Gegners. Der Franzose seinerseits nutzte gleich seine erste Breakmöglichkeit, um im dritten Durchgang vorentscheidend mit 3:2 in Führung zu gehen. „Auch im Tie-Break des zweiten Satzes war es sehr wichtig, dass ich mein Service halten konnte. Das war ein sehr entscheidender Moment“, bilanzierte Pouille, der in seinem ersten Match beim MercedesCup knapp vor dem Aus gestanden war, als er gegen Jan-Lennard Struff einen Matchball des Deutschen mit einer akrobatischen Reaktion am Netz gerade noch abwehren konnte.

Feliciano Lopez stand erstmals im Endspiel des MercedesCup, nachdem er 2003 und 2007 am Weissenhof jeweils auf Sand das Halbfinale erreicht hatte. „Natürlich ist es hart, ein Finale zu verlieren, aber ich habe in dieser Woche sehr gutes Tennis gespielt. Und ja – ich kenne das Turnier nun schon sehr lange, aber mit der Umstellung auf Rasen hat es sich großartig entwickelt“, stellte der Spanier dem MercedesCup ein hervorragendes Zeugnis aus.

Der Doppeltitel ging an das britisch-brasilianische Duo Jamie Murray und Bruno Soares, das die österreichisch-kroatische Paarung Oliver Marach und Mate Pavic mit 6:7 (4/7), 7:5 und 10:5 im Match-Tiebreak in die Schranken wies. Für Murray und Soares, die in der vergangenen Saison bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne und New York triumphiert hatten, war es der fünfte gemeinsame Turniersieg und der zweite in diesem Jahr nach Acapulco.

Sehr zufrieden zog Turnierdirektor Edwin Weindorfer Resümee: „Wir freuen uns darüber, dass in den neun Turniertagen mehr als 61.000 Besucher zum MercedesCup auf den Weissenhof gekommen sind. Das ist ein Rekordwert, seit wir das Turnier im Jahr 2007 erstmals veranstaltet haben“, so Weindorfer.

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Zusammenfassung Samstag 16.06. – Halbfinale

Feliciano Lopez ringt Mischa Zverev nieder und trifft nun im Endspiel auf Lucas Pouille

Das Warten auf den ersten deutschen Heimsieg beim MercedesCup seit 1991, als sich Michael Stich durch einen Viersatzerfolg im Endspiel gegen den Argentinier Alberto Mancini den Titel beim damaligen Sandplatzturnier gesichert hatte, geht weiter! Am Samstag verabschiedete sich mit Mischa Zverev der letzte verbliebene Deutsche von dem mit 701.975 Euro dotierten ATP-Rasenturnier auf dem Stuttgarter Weissenhof. Der 29-jährige Hamburger musste sich im Halbfinale dem Spanier Feliciano Lopez nach einem 2:04 Stunden dauernden Schlagabtausch mit 7:6 (7/2), 6:7 (4/7), 5:7 geschlagen geben.

Die Partie zwischen dem an Nummer sechs gereihten Zverev und dem ungesetzten Spanier wurde vom ersten Punkt an vom Aufschlag dominiert. Beide Akteure schlugen jeweils 15 Asse und zahlreiche Service-Winner. Bis zum Stand von 6:5 für Lopez im Entscheidungssatz gab es keinen einzigen Breakball, ehe der Spanier im zwölften Spiel des dritten Durchgangs plötzlich zwei Breakchancen vorfand, von denen er die zweite dank eines Doppelfehlers von Zverev zum Einzug in das Endspiel nutzte.

„5:7 im dritten Satz zu verlieren, ist natürlich unglücklich. Ich muss noch gucken, was ich selber falsch gemacht habe, ob ich leichte Fehler gemacht habe, oder ob er in den wichtigen Momenten einfach gut gespielt hat. Wir haben beide das ganze Match hindurch gut serviert. Im letzten Spiel macht er dann zwei Returnwinner und ich serviere einen Doppelfehler beim letzten Punkt. Ich kann mir trotzdem nicht viel vorwerfen, am Ende ist es ganz einfach unglücklich für mich gelaufen“, bilanzierte Zverev, der sich mit dem Vorstoß in das Stuttgart-Halbfinale in der Weltrangliste auf Position 29 verbessern und damit am kommenden Montag erstmals in den Top 30 im ATP-Ranking aufscheinen wird.

Der aktuelle Weltranglisten-33. Lopez steht zum ersten Mal im Endspiel des MercedesCup, nachdem er 2003 und 2007 auf Sand jeweils die Runde der letzten Vier erreicht hat. Finalgegner des 35-jährigen Spaniers ist der Franzose Lucas Pouille (ATP-Rang 16), der sich im zweiten Halbfinale gegen seinen Landsmann Benoit Paire mit 7:6 (7/5), 7:5 durchsetzte.

Im Showdown um den Turniersieg geht es am Sonntag ab 13.00 Uhr um 250 Punkte für die Weltrangliste, den Siegerscheck in Höhe von 112.460 Euro sowie um das Gewinnerfahrzeug – ein E 400 4MATIC Cabriolet von Mercedes-Benz.

Um 11.00 Uhr beginnt das Doppelfinale zwischen dem britisch-brasilianischen Duo Jamie Murray und Bruno Soares sowie der österreichisch-kroatischen Paarung Oliver Marach und Mate Pavic. Während Murray/Soares bereits am Freitag mit einem Dreisatzsieg über Marcin Matkowski (POL) und Max Mirnyi (BLR) in das Endspiel eingezogen waren, schalteten Marach/Pavic am Samstag die als Nummer eins gesetzten Bob und Mike Bryan (USA) in zwei Sätzen mit 7:6 (7/3), 6:3 aus

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Zusammenfassung Freitag 15.06. – Viertelfinale

Mischa Zverev zieht mit Sieg über Tommy Haas ins MercedesCup-Halbfinale ein

Mischa Zverev, die aktuelle Nummer 31 der Weltrangliste und bei dem mit 701.975 Euro dotierten MercedesCup auf dem Stuttgarter Weissenhof als Nummer sechs gesetzt, beendete am Freitag mit einem 6:4, 6:4-Erfolg im Viertelfinale das Tennis-Märchen von Tommy Haas. Im ersten Durchgang reichte dem 29-Jährigen ein frühes Break zum Satzgewinn. Im zweiten Satz ging es lange mit dem Service. Bei 3:4 musste Zverev drei Breakbälle in Folge abwehren, um auf 4:4 zu stellen. Postwendend gelang dem Hamburger danach das Break zum 5:4, danach servierte Zverev zum 6:4 souverän aus.

Zverev trifft am Samstag im Halbfinale auf den Spanier Feliciano Lopez, der den an Nummer drei gereihten Tschechen Tomas Berdych mit 6:7 (4/7), 6:3, 6:4 aus dem Turnier warf. Nach dem Spiel gestand Zverev, dass es mental keine einfache Sache war, gegen Haas anzutreten: „Zu Beginn des Turniers habe ich mit Roger Federer im Viertelfinale gerechnet. Gegen den habe ich zuletzt auf Rasen kein Game gemacht. Dann schlägt ihn Tommy und ich frage mich, ob das jetzt noch glatter wird. Vom Papier her war ich ja Favorit, habe dann aber zuerst einmal nur versucht, meine Aufschlaggames sicher durchzubringen. Und das ist mir bis auf eine Ausnahme gegen Ende des zweiten Satzes auch gut gelungen.“

„Im Großen und Ganzen war es eine schöne Woche“, resümierte Haas nach dem Spiel. „Das Match gegen Roger war sicher ein Highlight.“ Klar war auch, dass Haas seinem Alter (39) Tribut zollen muss: „Man kann sich immer besser fühlen. Aber generell bin ich auf einem ganz guten Weg. Viel besser als in den letzten Monaten. Es ist harte Arbeit, fit zu bleiben und noch Matches zu gewinnen. Ich möchte mir selbst noch was beweisen und selbst entscheiden, wann es vorbei ist.“ Haas wird nächste Woche in Halle seine Rasensaison fortsetzen, zudem hofft der Routinier auf eine Wildcard für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon.

Lucas Pouille machte mit einem 6:4, 2:6, 6:3 die Hoffnungen von Vorjahresfinalist Philipp Kohlschreiber auf einen Heimsieg zunichte. Der Franzose holte sich den ersten Satz, ehe Kohlschreiber im zweiten Durchgang besser zu seinem Spiel fand und diesen auch glatt für sich entscheiden konnte. In der Entscheidung gelang der Nummer vier des Turniers allerdings ein frühes Break, das Kohlschreiber nicht mehr wettmachen konnte. Pouille holte sich den Satz mit 6:3 und damit auch das Match. Auf den 23-Jährigen wartet im Halbfinale nun Landsmann Benoit Paire, der den Polen Jerzy Janowicz mit 6:1, 7:6 (7/4) bezwang und auf dem Weg in die Vorschlussrunde noch keinen Satz abgegeben hat.

Kohlschreiber war mit seiner Vorstellung nicht unzufrieden: „Ich verlasse Stuttgart mit einem besserem Gefühl als ich hergekommen bin. Ich hatte drei Spiele und habe dabei ein enges Match gewonnen. Ich hatte heute einen jungen, aufstrebenden Spieler phasenweise im Griff. Das Viertelfinale ist momentan für mich gut, auch wenn ich natürlich gerne mehr erreicht hätte, aber Lucas war der couragierte Spieler, hat besser aufgeschlagen und verdient gewonnen.“

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Zusammenfassung Donnerstag 15.06.

Jerzy Janowicz setzt sich überraschend gegen Grigor Dimitrov durch

Am Donnerstag verabschiedete sich mit dem als Nummer zwei gesetzten Bulgaren Grigor Dimitrov ein weiterer Mitfavorit auf den Titelgewinn beim MercedesCup. Der Pole Jerzy Janowicz, der nach einer Verletzung in der Weltrangliste aktuell auf Rang 155 zu finden ist und nur dank seines Protected Rankings (94) im Hauptfeld des mit 701.975 Euro dotierten ATP-Rasenturniers auf dem Stuttgarter Weissenhof steht, setzte sich gegen den Bulgaren mit 7:6 (7/4), 6:3 durch.

Beide Spieler ließen im ersten Satz keinen einzigen Breakball zu, erst im zweiten Durchgang gestaltete sich das Spiel ein wenig offener: Beim Stand von 3:3 musste Janowicz drei Breakbälle abwehren, um auf 4:3 zu stellen. Gleich im Anschluss nutzte der Pole seinen einzigen Breakball zum 5:3 und servierte danach souverän zum Matchgewinn aus.

Im Viertelfinale trifft der 26-jährige Janowicz, der 2013 in Wimbledon das Semifinale erreicht hat, auf den Franzosen Benoit Paire, der den Siegeszug von Peter Gojowczyk stoppte. Der Deutsche war aus der Qualifikation gekommen und bis in die Runde der letzten 16 in Stuttgart vorgedrungen. Paire fertigte den 27-Jährigen mit aktueller Weltranglisten-Position 146 mit 6:2, 6:4 ab. „Ich habe nie in mein Spiel gefunden, das war heute ganz einfach zu wenig. Es ist schon einige Zeit her, dass ich auf einem so großen Platz wie hier auf dem Centre Court gespielt habe. Das hat sicher auch eine Rolle gespielt“, meinte ein enttäuschter Gojowczyk.

Im ersten Spiel des Tages besiegte der Spanier Feliciano Lopez den Franzosen Jeremy Chardy mit 6:3, 3:6, 6:2. Lopez, der Rasen bei der Players Party am Vorabend im Gasthaus „Zum Heurigen“ als seinen „besten Belag“ bezeichnet hatte, holte sich den ersten Satz trotz einer frühen Behandlungspause. Im zweiten Durchgang wendete Chardy das Blatt und stellte den Gleichstand her. Im Schlusssatz war schließlich wieder der Spanier der stärkere Spieler und zog letztlich nicht unverdient in die Runde der letzten Acht ein.

Die zweite Donnerstag-Partie verlief nach der Papierform, auch wenn sich Tomas Berdych (CZE/3) beim 7:6 (7/4), 6:2 gegen Bernard Tomic (AUS) vor allem im ersten Satz unnötige „Überstunden“ auferlegte. Der Tscheche lag bereits 5:2 voran, musste aber letztlich doch in den Tie-Break, den er mit 7:4 für sich entschied. Im zweiten Satz ließ die aktuelle Nummer 14 der Weltrangliste aber nichts mehr anbrennen und machte dank einer starken Leistung den Einzug in das Viertelfinale perfekt.

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Zusammenfassung Mittwoch 14.06.

Neben Haas ziehen auch Zverev und Kohlschreiber ins Viertelfinale ein

Im ersten Match des dritten Hauptfeld-Spieltages beim MercedesCup auf dem Stuttgarter Weissenhof gab sich Mischa Zverev keine Blöße. Die aktuelle Nummer 31 der Weltrangliste gewann gegen seinen Landsmann Yannick Hanfmann mit 7:6 (7/1), 6:2. Zverev startete mit einem frühen Break in den ersten Satz, Hanfmann – der sich erfolgreich durch die Qualifikation in Stuttgart gekämpft und in der ersten Runde den ungarischen Qualifikanten Marton Fucsovics ausgeschaltet hatte – schaffte aber das Re-Break, sodass der erste Satz im Tie-Break entschieden werden musste.

Dort ließ Zverev seinem jüngeren Kontrahenten nicht den Funken einer Chance und holte sich die Kurzentscheidung mit 7:1. Im zweiten Satz war der Widerstand Hanfmanns gebrochen. Zverev schaffte zwei Breaks, das zweite zum 6:2-Satz- und -Matchgewinn. Im Viertelfinale wartet auf Zverev am Freitag nun Tommy Haas, der Roger Federer mit 2:6, 7:6 (10/8), 6:4 bezwang.

Im Anschluss musste der 33-jährige Augsburger Philipp Kohlschreiber lange zittern, ehe er die sechs Jahre jüngere Nummer 25 der Welt, Steve Johnson aus den USA, in drei engen Sätzen mit 7:6 (7/3), 5:7, 7:6 (8/6) in die Knie zwang. Johnson schaffte im dritten Satz bereits im ersten Spiel ein Break und blieb bis zum Stand von 4:3 bei eigenem Aufschlag unantastbar.

Im achten Game „erleichterte“ der US-Boy Kohlschreiber aber mit einem Doppelfehler das Re-Break zum 4:4. Danach war es ein Kampf auf Biegen und Brechen: Der Deutsche schaffte bei eigenem Aufschlag das 5:4, vergab dann bei Service von Johnson aber einen Matchball. Am Ende musste die Entscheidung im Tie-Break fallen. Dort vergab Kohlschreiber beim Stand von 6:3 zunächst drei weitere Matchbälle, ehe er seinen insgesamt fünften zum 8:6 verwertete.

Nach dem Sieg konnte der Vorjahresfinalist tief durchatmen: „Schön, dass mir im dritten Satz noch so ein Comeback gelungen ist. Es gab heuer schon solche Partien, die ich dann verloren habe.“ Über Gegner Steve Johnson meinte er: „Es gab wenig Ballwechsel, um richtig reinzukommen. Zum Glück hat er mir dann mit zwei Doppelfehlern zurück ins Match verholfen.“

Kohlschreiber trifft im Viertelfinale nun auf den Franzosen Lucas Pouille (FRA/4), der sich gegen den Warsteiner Jan-Lennard Struff in drei Sätzen mit 4:6, 7:6 (7/5), 7:6 (10/8) durchsetzte und dabei erst seinen fünften Matchball verwerten konnte.

So hatte sich Roger Federer seinen Start in die Rasen-Saison ganz bestimmt nicht vorgestellt. Der 18-fache Grand-Slam-Champion aus der Schweiz musste sich gleich nach seinem ersten Auftritt beim MercedesCup am Stuttgarter Weissenhof wieder verabschieden. Im ersten Satz lief noch alles wie geplant für den 35-jährigen Schweizer: Federer nahm Haas gleich im ersten Game den Aufschlag ab, ließ dem noch ein weiteres Break folgen und holte sich nach nur 22 Minuten den Satz mit 6:2.

Im zweiten Durchgang gelang Federer ebenfalls ein frühes Break, diesmal zum 2:1. Haas kämpfte sich aber in die Partie zurück, schaffte postwendend das Re-Break und stellte damit auf 2:2. Danach hielten beide Spieler ihren Aufschlag, der Satz musste im Tie-Break entschieden werden. Dort wehrte Haas einen Matchball Federers ab, ehe er selbst seinen vierten Satzball zum 10:8 verwerten konnte.

Damit war das Momentum endgültig auf der Seite von Haas. Er nahm Federer im Entscheidungssatz den Aufschlag zum 3:2 ab, wehrte in der Folge noch einige Breakbälle ab und servierte dann souverän zum 6:4 aus. Haas meinte nach dem Spiel, dass dieser Sieg „sicher ein Karriere-Highlight für mich ist“. Mit Satz und Break hinten war er fast schon ausgeschieden, dann gelang jedoch das wichtige Re-Break. „Dann konnte ich befreit aufspielen und habe sogar einen Matchball abgewehrt.“

Von Federer kam Lob für seinen siegreichen Freund:  „Ich wusste, dass es schwierig gegen ihn wird. Ich war überrascht, dass er überhaupt nicht Serve and Volley gespielt hat. Ich dachte bis zum letzten Punkt, dass das jetzt irgendwann mal kommen muss. Ist es aber nicht. Vielleicht hat mich das auch ein wenig aus dem Konzept gebracht.“ Mit seinem eigenen Spiel war Federer nicht komplett unzufrieden: „Es war nicht alles schlecht. Ich hatte gute Momente, aber nicht die ganz großen Momente, die ich mir gewünscht hätte. Ich habe einige unnötige Fehler gemacht und vielleicht auch einige Situationen schlecht eingeschätzt.“

An der Stärke von Federer hat Haas dennoch keinen Zweifel: „Er ist wahrscheinlich der allergrößte Spieler aller Zeiten. Aber nach zehn Wochen Pause hat ihm wohl auch die Matchpraxis gefehlt. Er freut sich sicher für mich. Das wird ihn für Halle nur mehr motivieren und er wird dort sicher stärker zurückkommen.“

Zum Abschluss der Pressekonferenz nach dem Spiel sorgte Federer noch für einige Lacher. Nachdem er angemerkt hatte, dass Haas bei dem Spiel u.a. von seiner sechsjährigen Tochter Valentina lautstark von der Tribüne angefeuert wurde, meinte er: „Vielleicht nehme ich nach Halle zwei meiner Kinder mit. Und nach Wimbledon dann gleich vier. Dann bin ich im Vorteil.“

Im Viertelfinale trifft Haas auf seinen Landsmann Mischa Zverev, der den Karlsruher Yannick Hanfmann mit 7:6 (7/1), 6:2 bezwang.

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Key Facts

Offizieller Name: MercedesCup – ATP World Tour 250 Kategorie
– Austragungsort: Tennisclub Weissenhof e.V. Parlerstraße 102 70192 Stuttgart – Offizielles Hotel: Maritim Stuttgart – Turnierdirektor: Edwin Weindorfer –

Preisgeld: 701,979 € – Der Sieger erhält 112.460 Euro sowie ein Mercedes-Benz  E 400 4MATIC Cabriolet

Einzel: 28 Spieler im Hauptfeld – Doppel: 16 Teams im Doppel-Hauptfeld – Belag: Freiluft,  Rasen – Offizieller Ball: Slazenger – Stadionkapazität: 5100 (Centre Court)

Punkte: 250 ATP-Punkte für den Sieger

Titelverteidiger: Dominic Thiem (AUT)

Deutsche Sieger: Werner Breuthner (1949), Helmut Gulcz (1950), Otto Fürst (1951), Gottfried von Cramm (1954), Christian Kuhnke (1969), Atilla Korpas (1972, 1976), Harald Elschenbroich (1973), Hans-Joachim Plötz (1974), Jürgen Faßbender (1975, 1977), Ulrich Pinner (1978), Michael Stich (1991)

Deutsche Starter: Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Mischa Zverev, Jan-Lennard Struff, Florian Mayer, Maximilian Marterer, Peter Gojowczyk, Yannick Hanfmann.

www.mercedescup.de

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Dominic Thiem triumphiert beim MercedesCup 2016

Der große Triumphator beim MercedesCup 2016 heißt Dominic Thiem! Der Österreicher besiegte am Montagvormittag im tags zuvor wegen Regens unterbrochenen Endspiel des mit 675.645 Euro dotierten ATP-Rasenturniers auf dem Stuttgarter Weissenhof den deutschen Lokalmatador Philipp Kohlschreiber mit 6:7 (2/7), 6:4, 6:4.

Für den vierten Turniersieg in dieser Saison nach Buenos Aires, Acapulco und Nizza sowie seinen insgesamt siebenten ATP-Titel wurde Thiem mit 250 Weltranglistenpunkten, einem Scheck in Höhe von 107.900 Euro und einem einzigartigen Siegerfahrzeug, einen Mercedes-Benz SL 500 im Wer

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t von 150.000 Euro, belohnt. Mit dem Erfolg gelang dem 22-jährigen Shootingstar auch die Revanche an Kohlschreiber für die Finalniederlage vor wenigen Wochen beim ATP-Turnier in München.

Zudem ist Thiem der erste Spieler auf der ATP World Tour 2016, der Turniere auf drei verschiedenen Belägen (Sand, Hardcourt, Rasen) gewinnen konnte. Und er übernahm auch die Führung in der Spezialwertung der meisten Einzelsiege 2016 von Novak Djokovic. Beide hielten vor dem Endspiel in Stuttgart jeweils bei 44 Matchsiegen. Dabei erwischte der Niederösterreicher keinen guten Start in die „Finalverlängerung“. Thiem machte im Tiebreak des ersten Satzes nach dem Wiederbeginn beim Stand von 2:3 keinen Punkt mehr. Im zweiten Durchgang der auf den „Mercedes Court“ verlegten Partie, die von knapp 1.500 Zuschauern verfolgt wurde, schaffte der Weltranglisten-Siebte sofort ein Break. Im dritten Satz nahm Thiem seinem Gegner den Aufschlag zum 3:1 ab und stellte damit die Weichen endgültig auf Sieg.

„Das ist mein speziellster Titel. Ich bin ja fast mit der Erwartung hergekommen, hier in der ersten Runde zu verlieren. Dann das Halbfinale, das Finale und jetzt der Titel, das hätte ich nicht in meinen kühnsten Träumen erwartet. Das ist fast ein unwirklicher Moment, der mich überglücklich macht“, jubelte Thiem, der sowohl seinem Finalgegner als auch den Veranstaltern Respekt zollte: „Es war wieder ein Riesenmatch wie in München. Und auch das Turnier ist großartig. Vielen Dank an die Leute, die auch am Montag um 10.30 Uhr hierhergekommen sind. Das ist nicht selbstverständlich. Es ist eine großartige Veranstaltung. Das Einzige, das sich hier bessern muss, ist das Wetter“, meinte der Jungstar mit einem Augenzwinkern.

Philipp Kohlschreiber konnte sich nach seiner zweiten Finalniederlage beim MercedesCup nach 2013 (gegen Fabio Fognini / ITA) mit einem Preisgeld von 56.830 Euro trösten. „Ein Riesenkompliment an Dominic, er ist ein verdienter Sieger. Ich muss das erst verdauen, verlieren tut keiner gerne. Wenn das in einem Endspiel passiert, ist es natürlich doppelt bitter. Wenn ich mir etwas vorzuwerfen habe, dann sind es die Aufschlagspiele, in denen ich nicht gut serviert habe und deshalb auch die Breaks passiert sind. Ich habe am Schluss noch einmal alles probiert, aber Dominic ist im Moment einfach super drauf und hat auch ein enorm großes Selbstvertrauen. Das hat man auch daran gesehen, wie er die entscheidenden Punkte gespielt hat“, sagte Kohlschreiber.

Zusammenfassung Halbfinale – Samstag, 11.06.16

Dominic Thiem hat am Samstag im ersten Halbfinale des mit 675.645 Euro dotierten MercedesCup auf dem Stuttgarter Weissenhof für eine große Überraschung gesorgt. Der Österreicher mit Weltranglisten-Position sieben setzte sich in einem ebenso spannenden wie hochklassigen Match gegen den siebenfachen Wimbledon-Champion Roger Federer mit 3:6, 7:6 (9/7), 6:4 durch. Dabei musste Thiem im Tiebreak des zweiten Satzes sogar zwei Matchbälle abwehren. Es war der zweite Sieg des 22-Jährigen über Federer, nachdem Thiem den „Tennis-Maestro“ vor vier Wochen auf Sand beim Masters-1000-Turnier in Rom schon einmal geschlagen hatte.

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Endspielgegner des Niederösterreichers ist Lokalmatador Philipp Kohlschreiber, der nach einer fast dreieinhalbstündigen Regenunterbrechung gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro mit 6:3, 6:4 gewann. Damit kommt es in Stuttgart zur Neuauflage des Finalduells von München, in dem der Deutsche Anfang Mai in einer packenden Dreisatzpartie das bessere Ende für sich hatte.

„In Rom war Roger nicht fit. Es hat dort nicht so viel bedeutet wie hier in Stuttgart – auf seinem besten Belag“, war Thiem von seinem Husarenstück gegen Federer fast selbst ein wenig überrascht. „Es fühlt sich fast ein bisschen unwirklich an, dass ich da als Sieger rausgegangen bin. Ich habe eigentlich gar nicht gewusst, dass ich auf Rasen so gut Tennis spielen kann. Wahrscheinlich hat es auch ein bisschen damit zu tun, dass ich ohne große Erwartungen in das Match hineingegangen bin. Das Niveau von mir war wirklich sehr gut, die ganzen Umstände machen das wahrscheinlich zu meinem persönlich glücklichsten Moment in meinem bisherigen Tennisjahr. Dass ich auf Sand und Hartplatz weit kommen kann, das habe ich mir zugetraut, aber auf Gras hätte ich es mir nicht in den kühnsten Träumen erwartet. Schon gar nicht in der ersten Woche nach einem wirklich anstrengenden Paris-Turnier. Das macht das Ganze extrem speziell“, jubelte French-Open-Halbfinalist Thiem.

Das Match nahm vor allem im zweiten Satz einen kuriosen Verlauf. Thiem stellte mit zwei Breaks auf 5:0, doch Federer schaffte dank einer Energieleistung den Ausgleich zum 5:5. „Beim Ausservieren im zweiten Satz habe ich einen schweren Arm bekommen“, beschrieb Österreichs Nummer eins diese Phase. „Im Tiebreak war natürlich eine Riesenportion Glück dabei, die bei Siegen über solch große Spieler auch dazugehört“, bezog sich Thiem auf die zwei abgewehrten Matchbälle.

Federer war „ein bisschen enttäuscht“, doch das sei klar, wenn man mit Matchbällen verliere. „Es war ein gutes Match von beiden Seiten unter schwierigen Bedingungen. Er hat wirklich tolle Schläge ausgepackt, wenn es nötig war, und so kam ein ziemlich gutes Match heraus“, sagte der Schweizer, der mit seiner Leistung nicht unzufrieden war: „Ich habe alles richtig gemacht. Die Dinge wären alle gut, wenn ich noch den einen Punkt gemacht hätte.“

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Philipp Kohlschreiber zog in sein zweites Stuttgart-Endspiel nach 2013 ein: „Ich habe gewusst, dass er mit der Rückhand noch einige Probleme hat, das hat mir natürlich geholfen. Auf dieser Seite kann man sich immer wieder retten und bekommt nicht gleich wieder einen Winner verpasst. Ich habe das heute ganz gut gemacht, die Schläge gut gemischt und bin mit meiner Vorstellung sehr zufrieden“, sagte Kohlschreiber, der ein offenes Finalduell erwartet. „Mit Dominic Thiem habe ich zuletzt zwar gute Erfahrungen gemacht, aber er ist danach immer noch mehr abgegangen. Er ist in dieser Saison der Spieler, den es hinter Novak Djokovic zu schlagen gilt. Es wird sicher ein hartes Match, aber ich spiele daheim und bin gut drauf. Wir haben schon ein paar gute Matches gehabt mit einem guten Ausgang für mich. Ich hoffe, dass er hier den Spieß noch nicht umdrehen kann“.

Auf den Gewinner des MercedesCup 2016 warten 250 Weltranglistenpunkte, ein Preisgeldscheck in Höhe von 107.900 Euro und das Siegerfahrzeug, ein Mercedes-Benz SL 500 im Wert von 150.000 Euro.

Weitere Infos gibt es unter http://www.mercedescup.de

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Roger Federer_Wimbledon

Weitere Infos gibt es unter http://www.mercedescup.de

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Die Startzusage Roger Federers für den MercedesCup vom 4. bis 12. Juni 2016 in Stuttgart hat zu einem riesigen Run auf die Tickets für das mit 675.645 Euro dotierte ATP Rasenturnier geführt. Da für die Viertel-und Halbfinalspiele nahezu sämtliche Tickets der vorhandenen Stadionkapazität vergriffen sind, werden nun die Möglichkeiten für den Bau von Zusatztribünen geprüft, die öglichst vielen Besuchern am Center Court des TC Weissenhof Platz bieten sollen.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass der Kartenvorverkauf für den MercedesCup so hervorragend läuft. Die Bekanntgabe der Teilnahme von Roger Federer hat für einen richtigen Tennis-Hype gesorgt – und zwar nicht nur in Stuttgart, sondern auch im benachbarten Ausland. So sind sehr viele Ticketreservierungen aus der Schweizer Heimat von Federer bei uns eingegangen“, berichtet Turnierdirektor Edwin Weindorfer, der für die Tennisfans nach dem Engagement des 17fachen Grand Slam Champions bereits die nächsten guten Nachrichten parat hat.

Im Doppel werden beim MercedesCup 2016 auch die US-Zwillingsbrüder Bob und Mike Bryan aufschlagen, die es in ihrer Karriere gemeinsam ebenfalls bereits auf 16 Grand Slam Titel gebracht haben. „Wie Roger Federer sind auch die Bryan – Brothers weltweit große Publikumslieblinge.

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Bob und Mike werden im kommenden Jahr in Stuttgart nicht nur im Doppel-Wettbewerb beim MercedesCup antreten, sondern auch eine Exhibition anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Weissenhof-Turniers bestreiten“, ergänzt Weindorfer. Dieses Showmatch der weltbesten Doppel-Paarung wird am Sonntag, den 5. Juni 2016 als Eröffnung der Jubiläumsfeierlichkeiten stattfinden.

Auch Tommy Haas wird im Rahmen seiner für 2016 geplanten Abschiedstournee ebenfalls ein letztes Mal in Stuttgart Station machen:

Tommy HAAS (GER). Tennis Maenner: MercedesCup 2015, ATP-Turnier: Weissenhof, Stuttgart, 09.06.2015 - Tennis ATP-Tournament men: MercedesCup2015, Stuttgart, Germany, June 09, 2015.

„Ich freue mich, dass bei meinem wohl letzten Start in Stuttgart erstmals Roger Federer auf dem Weissenhof spielen wird. Durch Rogers Antreten wird das Turnier noch zusätzlich aufgewertet“, erklärt Haas.

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Nadal gewinnt ersten MercedesCup in Stuttgart

Der  Triumphator des ersten MercedesCup auf Rasen heißt Rafael Nadal! Der 29-jährige Mallorquiner besiegte im Endspiel des mit 642.070 Euro dotierten ATP-Turniers auf dem Stuttgarter Weissenhof den Serben Viktor Troicki in 1:26 Stunden mit 7:6 (7/3), 6:3.

Nach seinen Erfolgen auf Sand in den Jahren 2005 und 2007 trug sich Nadal damit als erster Spieler der Turniergeschichte ein drittes Mal in die Siegerliste des MercedesCup ein. Für den 66. ATP-Titel in seiner Karriere, den zweiten in diesem Jahr nach Buenos Aires und den vierten auf Rasen erhielt der Spanier einen Siegerscheck in Höhe von 104.600 Euro sowie das Siegerfahrzeug, einen 510 PS starken Mercedes-AMG GT S.

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„Das war eine wichtige Woche und ein sehr emotionaler Sieg für mich. Immerhin habe ich auf Gras schon seit fünf Jahren kein Turnier mehr gewonnen“, sagte Nadal, der zuletzt auf diesem Belag in Wimbledon 2010 triumphiert hatte. „Ich hatte Probleme mit meinen Knien, war also auch nicht fit genug, um auf Rasen immer auf höchstem Niveau spielen zu können. Deshalb bin ich sehr happy, dass ich zurück bin und wieder eine Trophäe in meinen Händen halten kann. Das gibt mir viel Selbstvertrauen und eine Extramotivation, um hart weiterzuarbeiten. Ich habe hier in Stuttgart einen wichtigen Titel gewonnen“, ergänzte Nadal, ehe er noch am Sonntagabend zum Turnier in den Londoner Queen’s Club weiterreiste.

Viktor Troicki hielt in seinem ersten Rasenfinale lange Zeit gut mit Nadal mit – der Weltranglisten-28. überzeugte vor allem mit seinem Aufschlag und gab bis zum Stand von 6:6 lediglich drei Punkte bei eigenem Service ab. Doch im Tiebreak geriet Troicki ausgerechnet mit einem Doppelfehler mit 1:3 ins Hintertreffen und verlor letztlich auch die Kurzentscheidung mit 3:7. Mit dem Break zum 3:1 im zweiten Durchgang stellte Nadal dann die Weichen endgültig auf Sieg. „Mir bricht es fast das Herz, wenn ich das Auto hier stehen sehen“, sagte Troicki bei der Siegerehrung mit einem wehmütigen Blick auf das Siegerfahrzeug. „Aber vielleicht bekomme ich zum Trost wenigstens ein Spielzeugauto“, hatte der Serbe seinen Humor aber rasch wieder gefunden. Als zusätzlichen Trost gab es für ihn 55.080 Euro Preisgeld.

Den ersten Stuttgarter Rasentitel im Doppel holte die indisch-rumänische Paarung Rohan Bopanna und Florin Mergea, die im Endspiel Alexander Peya (AUT) und Bruno Soares (BRA) mit 5:7, 6:2, 10:7 bezwang. Für Bopanna und Mergea war es der zweite gemeinsame Titel, nachdem sie im Mai das ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid gewonnen hatten.

53.800 Zuschauer kamen in diesem Jahr an den neun Turniertagen zum MercedesCup. „Das ist Rekord seit 2007, als wir zum ersten Mal mit unserer Agentur e|motion den MercedesCup veranstaltet haben“, freute sich Turnierdirektor Edwin Weindorfer.

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14. Juni 2015 – Nadal und Troicki spielen am Sonntag im Finale um den ersten MercedesCup-Titel auf Rasen. Neben dem Siegerscheck in Höhe von 104.600 Euro geht es auch um ein Siegerfahrzeug,  einen Mercedes-AMG GT S.

Das Endspiel beim ersten MercedesCup auf Rasen in Stuttgart heißt Rafael Nadal gegen Viktor Troicki. Der topgesetzte Nadal bezwang am Samstag im ersten Halbfinale den Franzosen Gael Monfils nach starker Leistung in 1:20 Stunden mit 6:3, 6:4. Der Weltranglisten-28. Troicki setzte sich nach einer Spielzeit von 2:21 Stunden gegen Marin Cilic, die Nummer zwei der Setzliste, mit 6:3, 6:7 (1/7), 7:6 (7/2) durch.

In den direkten Duellen führt Nadal gegen Troicki mit 4:0, wobei das bisher letzte Aufeinandertreffen in Tokio 2010 bereits mehr als vier Jahre zurückliegt.

Nadal, der den MercedesCup in den Jahren 2005 und 2007 zweimal auf Sand gewonnen hat, feierte gegen Monfils (ATP-Rang 16) bereits den 13. Matchsieg in Folge auf dem Weissenhof. Sollte der 29-jährige Mallorquiner auch die Rasenpremiere für sich entscheiden, wäre er der erste Spieler mit drei Triumphen beim MercedesCup und schriebe damit Turniergeschichte. Zudem geht es für Nadal im Einzelfinale am Sonntag (Beginn 14.25 Uhr) um seinen 66. ATP-Titel sowie den vierten auf Rasen. Den bisher letzten Triumph auf diesem Belag hat der 14-malige Grand-Slam-Turniersieger im Jahr 2010 in Wimbledon gefeiert.

„Ich bin sehr happy, dass ich hier wieder im Endspiel stehe. Matches gegen Gael Monfils sind nie einfach, denn er macht immer eine gute Show für das Publikum. Er ist schwer auszurechnen – einmal spielt er aggressiv, dann wieder defensiv. Er schlägt Winner von überall, macht aber auch unerklärliche Fehler“, sagte Nadal und bezog sich dabei offenbar auf das letzte Spiel des Matches, als Monfils beim Stand von 5:4 für den Spanier und 30:30 den zweiten Aufschlag mit 216 km/h über das Netz donnerte und prompt einen Doppelfehler fabrizierte. Beim anschließenden Matchball unterlief dem Franzosen zudem ein vermeidbarer Volleyfehler. „Das ist mein erstes Endspiel auf Rasen seit vier Jahren (Wimbledon 2011, Anm.), das sind gute News für mich. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe sehr gute Erinnerungen an dieses Turnier. Auch die Unterstützung der Zuschauer genieße ich sehr“, ergänzte Nadal, der in dieser Woche auf dem Weissenhof schon unzählige Wünsche um Autogramme und Selfies erfüllt hat.

Im zweiten Semifinale schien der Weltranglisten-Neunte Cilic bei einer 4:2-Führung im dritten Satz schon auf der Siegerstraße zu sein, doch Troicki kämpfte sich mit einem Rebreak zum 4:4 zurück in die Partie und war dann im entscheidenden Tiebreak der dominierende Mann auf dem Platz. „Es war ein enges Match, in dem er phasenweise besser gespielt hat und dann wieder ich. Ich freue mich, dass ich hier mein erstes Finale auf Rasen erreicht habe. Rafa Nadal ist natürlich der Favorit, aber ich glaube an meine Chance“, sagte Troicki, der zu Beginn dieser Saison in Sydney sein zweites ATP-Turnier gewonnen hatte.

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12. Juni 2015 – Rafael Nadal ging auch gegen Bernard Tomic über die volle Distanz und trifft nun auf Gael Monfils, Philipp Kohlschreiber und Mischa Zverev sind gescheitert.

Nach dem harterkämpften Dreisatzerfolg über Marcos Baghdatis (CYP) in seinem gestrigen Auftaktmatch beim MercedesCup in Stuttgart musste Superstar Rafael Nadal auch heute Schwerarbeit verrichten, um in das Halbfinale des mit 642.070 Euro dotierten ATP-Rasenturniers einzuziehen. Der Spanier bezwang in 2:20 Stunden den stark spielenden Bernard Tomic (AUS) mit 6:4, 6:7 (6/8), 6:3 und stand damit bei seinen beiden Partien am Weissenhof exakt fünf Stunden auf dem Platz.

„Ich denke, ich habe ein gutes Match gespielt. Ich habe mir nach der gestrigen Partie vorgenommen, heute aggressiver zu spielen und das habe ich gut umgesetzt. Im Tiebreak des zweiten Satzes hatte ich einen Matchball, den er aber mit einem Ass abgewehrt hat. Wir haben heute beide auf einem hohen Level Tennis gespielt. Ich bin happy, dass ich gegen einen Gegner, der sich auf Rasen besonders wohlfühlt, gewonnen habe und in das Semifinale eingezogen bin“, war der Mallorquiner mit seiner Vorstellung zufrieden.

Halbfinalgegner von Nadal ist die „Tennis-Wundertüte“ Gael Monfils. Der Franzose besiegte in der ersten Viertelfinal-Partie des Tages die aktuelle deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber in 1:56 Stunden mit 7:5, 3:6, 6:3. Vor Monfils hat Nadal doch ein wenig Respekt: „Er ist ein fantastischer Spieler, gegen den du die richtigen Sachen machen musst, um zu gewinnen. Ich werde auch gegen ihn versuchen, aggressiv zu spielen und werde kämpfen, um in das Endspiel zu kommen.“

Gegen Philipp Kohlschreiber konnte sich Monfils im heutigen Viertelfinale einmal mehr auf seinen Aufschlag verlassen – der Franzose hämmerte dem Deutschen nicht weniger als 17 Asse ins Feld. „Man weiß ja, dass er extrem gut aufschlagen kann und versucht, sich darauf einzustellen. Ich habe mit zu wenig Power begonnen. Da wäre vom Gefühl her mehr drinnen gewesen. Im zweiten Satz war ich aggressiver und lockerer und bin auch mehr ans Netz gegangen. Im dritten Satz bin ich einen kurzen Moment nicht wach gewesen und habe das entscheidende Break kassiert“, fasste Kohlschreiber die Partie zusammen.

Im zweiten Halbfinale treffen der als Nummer zwei gesetzte Kroate Marin Cilic und der Serbe Viktor Troicki (8) aufeinander. Der vorjährige US-Open-Sieger Cilic hatte alle Hände voll zu tun, um sich gegen den deutschen Qualifikanten Mischa Zverev mit 4:6, 7:6 (7/5), 7:6 (7/5) durchzusetzen. Troicki wies den aufschlagstarken Australier Sam Groth mit 7:6 (7/3), 6:1 in die Schranken.

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8. Juni 2015. – Großes Medieninteresse herrschte bei der heutigen Pressekonferenz von Rafael Nadal, der nach seinen zwei Sandplatztriumphen 2005 und 2007 beim MercedesCup mit einem weiteren Erfolg in diesem Jahr auf Rasen als erster Spieler das ATP-Turnier auf dem Stuttgarter Weissenhof ein drittes Mal gewinnen könnte.

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Doch mit einem möglichen Turniersieg befasst sich der 29-jährige Spanier derzeit noch nicht: „Jetzt ist nicht die Zeit, um über Titel nachzudenken. Die erste Woche auf Gras nach einem ganzen Jahr ohne Gras ist immer hart. Jetzt gilt es einmal, gut zu trainieren und mich gut auf das Turnier vorzubereiten“, sagte Nadal.

Den neuen Rasenplätzen auf dem Weissenhof stellte der 14-fache Grand-Slam-Turniersieger ein sehr gutes Zeugnis aus: „Ich habe gestern auf dem Centre-Court trainiert, der Platz war in einem sehr guten Zustand – besser, als ich es erwartet hätte“, sagte Nadal und rückte zugleich seine persönlichen Relationen zwischen Grand-Slam-Events und ATP-250er-Turnieren wie dem MercedesCup zurecht: „Tennis ist viel mehr als die Grand Slams, denn davon gibt es nur vier in einem Jahr. Es wäre nicht fair, all die anderen Turniere nur als Vorbereitung auf die Grand-Slam-Veranstaltungen zu sehen. Für mich ist jedes Turnier wichtig“, stellte der Mallorquiner klar.

Respekt ringt dem Gewinner von 65 ATP-Turnieren auch das Comeback von Tommy Haas nach dessen einjähriger Pause wegen einer Schulteroperation ab: „Er ist ein unglaublicher Kämpfer. Es ist toll, Tommy wieder auf der Tour zurückzuhaben. Ich wünsche ihm nur das Beste für sein Comeback.“ Der 37-jährige Haas hätte am Montag im Doppel an der Seite von Radek Stepanek gegen Nadal und dessen Landsmann Feliciano Lopez antreten sollen, doch Stepanek musste für den MercedesCup wegen einer Rückenverletzung absagen, womit auch der Auftritt von Haas im Doppel ins Wasser fiel.

Die Viertelfinalniederlage am vergangenen Mittwoch in Paris gegen Novak Djokovic hat Nadal bereits zu den Akten gelegt: „Ich akzeptiere das und muss mich nicht länger damit beschäftigen. Novak war besser als ich. Ich muss weiter hart an mir arbeiten, um mein Level weiter zu verbessern. Ich habe mich zuletzt wieder besser gefühlt, seit einem Monat kann ich Tennis wieder genießen“, erklärte Nadal, der am Sonntag nur einige Ballwechsel des French-Open-Endspiels zwischen Stan Wawrinka und Novak Djokovic verfolgte. Der Grund war einleuchtend: „Ich musste trainieren und hatte deshalb keine Zeit, mir das Finale anzusehen.“

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Mit einem Staraufgebot der Superlative wurde beim MercedesCup am Sonntag, 7. Juni 2015, der Rasen-Centre-Court auf der Anlage des TC Weissenhof in Stuttgart eingeweiht.

Die Turnierverantwortlichen präsentierten in einem Doppel-Showmatch neben dem australischen Wimbledon-Champion 1987, Pat Cash, auch den zweifachen deutschen Grand-Slam-Turniersieger im Doppel, Philipp Petzschner, sowie das erfolgreichste Doppelduo aller Zeiten, Bob und Mike Bryan (Beginn 15.30 Uhr).

Den Auftritt der Tennis-Giganten komplettieren Rafael Nadal und Feliciano Lopez, die nach dem Showmatch noch eine Trainingseinheit auf dem Centre-Court absolvierten. Damit griffen bei der Einweihung sechs Spieler zum Racket, die mit mehr als 30 Grand-Slam-Trophäen dekoriert sind. Der ursprünglich für ein Match gegen Cash vorgesehen gewesene Goran Ivanisevic musste kurzfristig absagen.

Die „Bryans“, die am Samstagabend bei den French Open in Paris um ihren 17. Grand-Slam-Titel kämpften, hatten für den Doppel-Wettbewerb beim MercedesCup gemeldet und werten damit das mit 642.070 Euro dotierte ATP-Turnier noch einmal enorm auf. Auch Rafael Nadal, der am Sonntagvormittag in Stuttgart eintraf, schlägt an der Seite von Feliciano Lopez in der Doppel-Konkurrenz auf.

Im Einzel trifft der 14-fache Grand-Slam-Turniersieger Nadal nach einem Freilos in der ersten Runde auf den Gewinner der Partie zwischen Marcos Baghdatis (CYP) und Lukas Rosol (CZE). Das ergab die am Samstag am Weissenhof vorgenommene Auslosung, die im Beisein des deutschen Jungstars Alexander Zverev vorgenommen wurde.

Während es Zverev zum Auftakt mit dem routinierten Tschechen Radek Stepanek zu tun bekommt, spielt Tommy Haas bei seinem Comeback gegen den Kasachen Mikhail Kukushkin. Dem als Nummer sechs gesetzten Philipp Kohlschreiber wurde der unberechenbare Ukrainer Alexandr Dolgopolov zugelost. Benjamin Becker kreuzt mit dem Italiener Andreas Seppi die „Klingen“.

Im Duell zwischen Jan-Lennard Struff und dem in Stuttgart geborenen Australier Bernard Tomic kommt es zum Aufeinandertreffen zweier „Young Guns“, und schließlich ist der mit einer Wildcard versehene Maximilian Marterer gegen den aufschlagstarken Österreicher Andreas Haider-Maurer wohl Außenseiter.

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Rafael Nadal ist der Topstar beim ersten MercedesCup auf Rasen vom 6. bis 14. Juni 2015 in Stuttgart! Der 28-jährige Spanier gab am Rande des derzeit laufenden Masters-1000-Events in Monte Carlo sein Antreten bei dem mit 642.070 Euro dotierten ATP-Turnier auf der Anlage des TC Weissenhof bekannt.

Vollbildaufzeichnung 17.04.2015 154021Bei seinen bisher letzten beiden Auftritten auf dem Killesberg stürmte der 14-fache Grand-Slam-Champion in den Jahren 2005 und 2007 jeweils zum Titelgewinn – beide Male auf roter Asche!

„Ich bin sehr glücklich, wieder in Stuttgart zu spielen. Ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt. Als ich zum letzten Mal hier angetreten bin, hat das Turnier noch auf Sand stattgefunden und war daher ein anderes Event. Dieses Mal wird das Turnier auf Rasen ausgetragen, und ich freue mich sehr, schon bald wieder in Stuttgart und Deutschland zu spielen. Nach meinen zwei Erfolgen auf Sand ist es natürlich ein besonderer Anreiz, das Turnier auch auf Rasen zu gewinnen“, sagte Nadal. Bis zu seinem Start in Stuttgart hat der Mallorquiner allerdings noch einiges vor. So greift Nadal ab 24. Mai 2015 beim Grand-Slam-Turnier in Paris nach seinem zehnten French-Open-Triumph! Das wäre ebenso historisch, wie den MercedesCup als erster Spieler ein drittes Mal zu gewinnen – und das zweimal auf Sand und einmal auf Rasen!Vollbildaufzeichnung 17.04.2015 154043Welcher Gigant der internationalen Tennisszene mit Nadal nach Stuttgart kommt, beweist ein Blick auf seine lange Erfolgsliste. Für den Linkshänder stehen nicht weniger als 65 ATP-Turniersiege zu Buche. Seine 14 Grand-Slam-Trophäen (9 French Open, je 2 Wimbledon und US Open, 1 Australian Open) hat er auf sämtlichen Belägen und an allen vier Schauplätzen geholt. Zudem hat er die Weltrangliste 141 Wochen lang als Nummer eins angeführt und bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking (CHN) Einzel-Gold gewonnen.

Vollbildaufzeichnung 17.04.2015 154030„Ich freue mich sehr, dass gleich beim ersten MercedesCup auf Rasen mit Rafael Nadal ein Megastar aus dem Kreis der ‚Big Four‘ und einer der größten Spieler aller Zeiten aufschlagen wird. Ich möchte mich ganz besonders bei seinem Trainer und Onkel Toni Nadal bedanken, der bereits im Vorjahr das Nachwuchsprojekt ‚The Making of a Wimbledon Champion‘ auf den neuen Rasenplätzen durchgeführt hat und ‚Rafa‘ über die Topverhältnisse in Stuttgart informiert hat. Die Positionierung des MercedesCup im Rasen-Swing zeigt, in welche Dimensionen das Turnier vorstoßen kann. Dass wir Bedingungen wie in Wimbledon haben, wird dem MercedesCup zu einem Alleinstellungsmerkmal verhelfen und sich auch rasch auf der ATP-Tour herumsprechen. Daher bin ich zuversichtlich, dass in den kommenden Jahren weitere Superstars nach Stuttgart kommen werden“, erklärte Turnierdirektor Edwin Weindorfer.

Neben Rafael Nadal haben bisher auch der vorjährige US-Open-Triumphator und aktuelle Weltranglisten-Zehnte Marin Cilic (CRO) und Feliciano Lopez (ESP/ATP-Rang 12) sowie Lokalmatador Tommy Haas und Marcos Baghdatis (CYP) für die Rasenpremiere des MercedesCup genannt.

„Wie das Topspielerfeld für das diesjährige Turnier zeigt, war es für den MercedesCup eine goldrichtige Entscheidung, in die Austragung eines Rasenturniers zu investieren. Mit Rafael Nadal und Marin Cilic werden zwei der vier Grand-Slam-Turniersieger des Vorjahres in Stuttgart zu sehen sein. Nicht nur der neue Rasen-Centre-Court, dessen Fassungsvermögen in diesem Jahr durch eine Zusatztribüne erweitert wird, sondern auch das imposante Tennis-Kolosseum wird für eine einzigartige Atmosphäre auf dem Weissenhof sorgen“, bekräftigte MercedesCup-Projektleiter Peer Zebergs.

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MercedesCup 2015 in Stuttgart – Von Sand auf Rasen

(10/2014) Mit der Umstellung von Sand auf Rasen startet der MercedesCup neu durch! Vom 6. bis 14. Juni 2015 werden die Tennisasse erstmals auf Gras beim ATP-Highlight auf dem Stuttgarter Weissenhof aufschlagen – und das sind die „Top 10 des MercedesCup NEU“!

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Nummer 1: Mercedes-Benz tritt seit 1979 als Titelsponsor des Turniers auf der Anlage des TC Weissenhof auf – eine Zusammenarbeit, die nicht nur hinsichtlich Dauer, sondern auch Qualität im internationalen Sportbusiness einzigartig ist. Mit dem Wechsel auf Rasen hat Mercedes-Benz das Engagement bis 2019 verlängert und damit ein klares Bekenntnis zu Weltklassetennis in Stuttgart abgegeben.

Nummer 2: Für die Realisierung des „Rasenprojekts“ wurde eine strategische Kooperation mit Wimbledon eingegangen. Das Gesamt-Investment auf dem Weissenhof in Bezug auf Infrastruktur, die neuen Plätze und Ausbau des „Tournament Villlage“ beläuft sich auf mehr als eine Million Euro.

Nummer 3: Der MercedesCup eröffnet ab 2015 die auf fünf Wochen verlängerte Rasensaison nach dem Grand-Slam-Turnier in Paris und wird damit auch ein wichtiger Bestandteil der „Road to Wimbledon“. Das erste Match auf dem umgebauten Centre Court werden am Sonntag, 7. Juni 2015, daher auch zwei frühere Wimbledon-Champions bestreiten. Dieses Premierenspiel wird Teil eines Festaktes anlässlich der offiziellen Eröffnung des ersten MercedesCup auf Gras sein.

Nummer 4: Den Spielern werden beim MercedesCup in Zukunft perfekte Bedingungen für die Vorbereitung auf das wichtigste Turnier der Welt geboten. „Um sich optimal auf Wimbledon einzustellen, braucht man Verhältnisse, so wie sie auch dort vorherrschen. Und die Plätze hier in Stuttgart sind den Courts in Wimbledon sehr ähnlich“, sagte Starcoach Toni Nadal schon im vergangenen Juli, nachdem er sein Nachwuchsprojekt „The Making of a Wimbledon Champion“ auf den damals bereits fertiggestellten Rasenplätzen abgehalten hatte.

Nummer 5: Mit dem Umstieg auf Rasen wurden die Voraussetzungen geschaffen, um in den kommenden Jahren Topstars wie Novak Djokovic, Rafael Nadal oder Roger Federer nach Stuttgart zu lotsen. „Wären wir auf Sand geblieben, hätten wir keine Chance gehabt, diese Spieler zu verpflichten. Mit dem Rasenturnier ist ein Start dieser Superstars in den kommenden Jahren wieder im Bereich des Möglichen“, erklärt Turnierdirektor Edwin Weindorfer.

Nummer 6: Zum einen ist die Anhebung des Preisgeldes von 450.000 auf 620.000 Euro ein Anreiz für die Spieler, nach Stuttgart zu kommen – zum anderen natürlich auch das Siegerfahrzeug von Mercedes-Benz!

Nummer 7: Um nicht nur den Akteuren, sondern auch den Besuchern ein erstklassiges Ambiente zu bieten, wurde das Gesamtbudget der Veranstaltung von 3,5 auf über vier Millionen Euro erhöht.

Nummer 8: Mit Eurosport konnte auch ein neuer TV-Partner gewonnen werden, mit dem die internationale TV-Abdeckung maßgeblich ausgeweitet wird. Eurosport hat sich bis 2017 exklusiv die europäischen TV- und Digitalrechte am MercedesCup gesichert, wobei Deutschland von dieser Exklusivität ausgenommen ist. Europas Tennissender Nummer eins wird mehr als 20 Matches aus Stuttgart in 54 Länder live übertragen.

Nummer 9: Die Anlage am TC Weissenhof präsentiert sich mit sechs Rasenplätzen in Wimbledon-Qualität völlig neu! In einem nächsten Schritt ist der temporäre Ausbau des Centre Courts auf eine Kapazität für 6.000 Zuschauer geplant. Bereits 2015 werden in den ersten Reihen hochwertige „Grand Slam Business Seats“ angeboten. Imposant ist auch das zwei Matchcourts und einen Trainingsplatz umfassende „Tennis-Kolosseum“ mit Naturstein- und Rasentribünen. Hier werden vor allem die Käufer von Ground-Tickets voll auf ihre Kosten kommen.

Nummer 10: Das neue zweistöckige Tiebreak-Zelt mit einer „Sky Lounge“ im oberen Bereich wird nicht nur einen atemberaubenden Blick auf fünf neue Rasenplätze bieten, sondern ebenso wie das „Tournament Village“ den Besuchern das einzigartige Flair und Ambiente von Wimbledon vermitteln!

Karten für den MercedesCup gibt es unter der Ticket-Hotline 01806 616263 (20 ct / Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 ct / Min. aus den deutschen Mobilfunknetzen). Informationen über die aktuelle Weihnachtsaktion sowie Business-Angebote erhalten Interessenten unter Tel. 0711 16543-42, per E-Mail an ticket@mercedescup.de oder auf der Website http://www.mercedescup.de!

+++ Rückblick +++

Mercedes Cup 2014

Roberto Bautista Agut triumphiert beim letzten MercedesCup auf Sand und besiegte im Endspiel des mit 485.760 Euro dotierten ATP-Turniers auf dem Stuttgarter Weissenhof den Tschechen Lukas Rosol mit 6:3, 4:6, 6:2.

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Der Sieger des letzten MercedesCup auf Sand heißt Roberto Bautista Agut!. Der Spanier besiegte am Sonntag im Endspiel des mit 485.760 Euro dotierten ATP-Turniers auf dem Stuttgarter Weissenhof den Tschechen Lukas Rosol mit 6:3, 4:6, 6:2. Der 26-Jährige holte sich damit seinen zweiten Titel auf der ATP World Tour, nachdem er vor drei Wochen bereits das Rasenturnier in ‘s-Hertogenbosch (NED) gewonnen hatte.

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Bautista Agut durfte sich nicht nur über einen Siegerscheck in Höhe von 77.315 Euro und 250 Punkte für die Weltrangliste freuen, sondern auch über das Siegerfahrzeug – einen GLA 45 AMG von Mercedes-Benz. Zudem wird der Rechtshänder aus Castellon de la Plana im morgen erscheinenden ATP-Ranking erstmals in den Top 20 aufscheinen.

Bautista Agut gelang ein frühes Break zum 2:0, womit der erste Satz auch bereits entschieden war. Im zweiten Durchgang nahm Rosol seinem Kontrahenten den Aufschlag zum 6:4 ab. Doch wer gedacht hatte, dass dies dem Spanier einen Rückschlag versetzen würde, der irrte. Bautista Agut zog in der Entscheidung auf 4:0 davon und verwandelte nach 1:42 Stunden gleich seinen ersten Matchball zum Sieg.

„Das ist mein erster Turniererfolg auf Sand, daher freue ich mich riesig darüber. Ich habe mein Spiel seit Beginn dieser Saison stark verbessert, habe viele Matches gewonnen und dadurch großes Selbstvertrauen. Ich habe auch in dieser Woche sehr viel richtig gemacht. Für heute habe ich mir vorgenommen, wie eine Mauer auf dem Platz zu stehen. Lukas nimmt immer sehr viel Risiko und hat auch einen starken Aufschlag. Ich habe versucht, ihn gut zu bewegen und stark zu returnieren – und das war der Schlüssel zum Erfolg“, strahlte Bautista Agut, der mit dem Siegerfahrzeug auch gleich eine Ehrenrunde auf dem Centre Court drehte: „Das Auto ist unglaublich. Ich werde es genießen, damit zu fahren!“

Lukas Rosol bezog in Stuttgart die zweite ATP-Finalniederlage nach Bukarest in dieser Saison. Als „Trost“ nahm der 28-jährige Tscheche 40.720 Euro Preisgeld und 150 ATP-Punkte mit nach Hause. „Ich habe heute keinen guten Rhythmus gefunden und auch der Aufschlag hat nicht nach Wunsch funktioniert. Ich habe viel Risiko genommen, aber es hat trotzdem nicht gereicht“, bilanzierte Rosol.

Der Doppeltitel ging an das polnisch-neuseeländische Duo Mateusz Kowalczyk und Artem Sitak, das sich gegen Guillermo Garcia-Lopez (ESP) und Philipp Oswald (AUT) mit 2:6, 6:1, 10:7 durchsetzte.

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(Foto: MercedesCup / Paul Zimmer)

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Die Top 3 der Setzliste haben beim MercedesCup in Stuttgart am Freitag das Halbfinale erreicht!

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Titelverteidiger Fabio Fognini, die Nummer eins, gab sich im Viertelfinale gegen Santiago Giraldo keine Blöße und besiegte den Kolumbianer mit 6:4, 6:3. Im Kampf um den Einzug in das Endspiel trifft der aktuelle Weltranglisten-15. auf den als Nummer drei gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut (ATP-Rang 23), der sich in einem 2:38 Stunden dauernden Marathonmatch gegen seinen Landsmann Guillermo Garcia-Lopez mit 3:6, 6:4, 7:6 (7/1) durchsetzte. Die Partie Fognini gegen Bautista Agut ist eine Neuauflage des vorjährigen Halbfinales beim MercedesCup, das der Italiener mit 6:1, 6:3 klar für sich entschied.

Das zweite Semifinale bestreiten die russische Nummer zwei Mikhail Youzhny und der tschechische Zverev- und Kohlschreiber-Bezwinger Lukas Rosol. Während Youzhny den Argentinier Federico Delbonis mit 7:6 (7/2), 6:2 in die Schranken wies, triumphierte Rosol in einer dramatischen Partie gegen Feliciano Lopez (ESP/4) mit 4:6, 6:3, 7:6 (7/4).

Im Doppel zogen die Deutschen Peter Gojowczyk und Dominik Meffert durch ein 6:4, 6:2 über die kroatisch-brasilianische Paarung Mate Pavic und Andre Sa in die Vorschlussrunde ein, in der Guillermo Garcia-Lopez (ESP) und Philipp Oswald (AUT) als Gegner warten. Auch der Stuttgarter Lokalmatador Michael Berrer und Jungstar Alexander Zverev sind nach einem 2:6, 6:3, 10-4 über die als Nummer drei gesetzten Tschechen Frantisek Cermak und Lukas Rosol noch im Rennen um den Doppeltitel. Im Halbfinale bekommen es Berrer/Zverev mit Mateusz Kowalczyk (POL) und Artem Sitak (NZL) zu tun.

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Start von Rafael Nadal beim MercedesCup 2015 ist im Bereich des Möglichen

Toni Nadal, Onkel und Erfolgscoach des 14-fachen Grand-Slam-Turniersiegers Rafael Nadal, ließ am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rahmen des MercedesCup mit der Aussage aufhorchen, dass eine Chance bestünde, dass sein Neffe im kommenden Jahr beim ersten Rasenturnier auf dem Stuttgarter Weissenhof zu sehen sein könnte. „Um sich optimal auf Wimbledon vorzubereiten, braucht man Verhältnisse, so wie sie dort vorherrschen. Und die Plätze hier in Stuttgart sind den Courts in Wimbledon sehr ähnlich. Ich werde Rafael erzählen, wie gut die Bedingungen auf Rasen am Weissenhof sind“, sagte Toni Nadal.

Turnierdirektor Edwin Weindorfer vernahm die Botschaft mit Freude, schränkte aber ein: „Es ist natürlich ein gutes Zeichen, wenn Toni einem Antreten von Rafael Nadal beim MercedesCup positiv gegenüber steht. Aber neben den sportlichen Aspekten sind auch die wirtschaftlichen Belange zu berücksichtigen, die von Manager Carlos Costa wahrgenommen werden“, so Weindorfer. Man darf gespannt sein, ob der aktuelle Weltranglisten-Zweite aus Spanien nach seinen Sandplatzsiegen 2005 und 2007 im kommenden Jahr tatsächlich um die erste Rasentrophäe beim MercedesCup spielen wird.

Toni Nadal leitet in diesem Jahr beim MercedesCup zum zweiten Mal das Nachwuchsprojekt The Making of a Wimbledon Champion. Den teilnehmenden Talenten stellte der 53-jährige Mallorquiner ein gutes Zeugnis aus, bremste aber gleichzeitig vor verfrühter Euphorie: „Was ich bisher von den jungen Spielern gesehen habe, stimmt mich zuversichtlich. Man kann aber trotzdem nicht davon ausgehen, dass aus dem Sieger des Wimbledon-Projektes auch tatsächlich einmal ein Champion wird.

Der Weg bis an die Spitze ist sehr lange und beschwerlich“, erklärte Nadal, dem auch die positive Entwicklung des 17-jährigen Hamburgers Alexander Zverev nicht verborgen blieb. „Er hat sehr gute Voraussetzungen, darf aber nicht abheben und muss weiter hart an sich arbeiten. In einem Jahr wird man schon sehen, wie er mit der großen Erwartungshaltung zurechtgekommen ist.“

Mit einem Lächeln im Gesicht und in Anspielung auf das bevorstehende Finale bei der Fußball-WM zwischen Deutschland und Argentinien fügte Toni Nadal noch hinzu: „Die Deutschen haben eine sehr gute Mannschaft – allerdings im Fußball, im Tennis müssen sie noch zulegen!“

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John McEnroe ist der erste Sieger auf Rasen auf dem Stuttgarter Weissenhof  

Der erste Sieger auf Stuttgarter Rasen heißt John McEnroe! Der 55-jährige US-Amerikaner besiegte am Montag bei der Rasen-Premiere im Rahmen des MercedesCup auf der Anlage des TC Weissenhof im Duell zweier ehemaliger Wimbledon-Champions Michael Stich mit 6:4, 5:7 und 10:8 im entscheidenden Match-Tiebreak.

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Vor 2.000 Zuschauern ließen die beiden Tennis-Allzeitgrößen ihre immer noch vorhandene Klasse aufblitzen und auch den Spaß nicht zu kurz kommen. Da blieb für McEnroe zwischendurch sogar Zeit, Erdbeeren mit Schlag zu probieren oder sein T-Shirt zur Freude der Zuschauer in die Menge zu werfen. Nach der Partie sparten McEnroe und Stich nicht mit Komplimenten für den neuen Mercedes-Court. „Der Rasen hier ist so gut, dass man sogar mit Sandschuhen einen guten Halt finden würde“, sagte McEnroe. „Es hat mir sehr großen Spaß gemacht, auf diesem Platz zu spielen. Die Stimmung war super – und sie wird noch besser sein, wenn im kommenden Jahr auf dem großen Centre Court gespielt wird“, betonte Stich.

In einer vor dem Match abgehaltenen Pressekonferenz beglückwünschte der Hamburger Turnierdirektor seinen Stuttgarter Kollegen Edwin Weindorfer zum Umstieg auf Gras: „Der Wechsel auf Rasen ist eine große Chance für den MercedesCup. Ich gratuliere zu diesem mutigen Schritt“, so Stich. John McEnroe zeigte sich vor allem darüber erfreut, dass ab dem kommenden Jahr die Vorbereitungsphase für Wimbledon von zwei auf drei Wochen ausgebaut wird: „Seit den 80er-Jahren wurde über diese Veränderung im Kalender diskutiert. Jetzt wurde die Rasensaison endlich um eine Woche verlängert. Es ist gut, dass die Spieler ab dem kommenden Jahr mehr Zeit haben, um diesen schwierigen Wechsel von Sand auf Rasen zu schaffen“, sagte „Big Mac“.

Nach dem Einzel bestritten McEnroe und Stich, ihres Zeichens Wimbledon-Doppelsieger 1992, noch ein Showdoppel über einen Satz gegen Henri Leconte und Alexander Waske, das das französisch-deutsche Duo mit 7:6 (7/4) für sich entschied. Leconte wurde dabei seinem Ruf als Tennis-Entertainer wieder einmal vollauf gerecht und sorgte für Lacher am Fließband. Der Franzose holte übrigens vor genau 30 Jahren den Einzeltitel beim MercedesCup. Erinnern kann er sich an diesen Triumph kaum noch, wie er lachend erklärte: „30 Jahre sind eine verdammt lange Zeit…“

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Am Montag, den 7. Juli 2014 um 16 Uhr beginnt mit der Rasen-Premiere eine neue Epoche beim MercedesCup in Stuttgart. Mit den beiden ehemaligen Wimbledon-Siegern John McEnroe und Michael Stich schlagen zwei Allzeitgrößen der internationalen Tennisszene mit dem ersten Match auf Gras am TC Weissenhof auf.

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Der Mercedes Cup wird in diesem Jahr das letzte Mal auf Sand ausgetragen. Denn von 2015 an spielen die Tennis-Asse auf Rasen.

Weitere Info unter http://www.mercedescup.de

Eckdaten

ATP World Tour 250 –

Herren Einzel + Doppel

Austragungsort: Tennisclub Weissenhof e.V. Parlerstraße 102-110 70192 Stuttgart

Offizielles Hotel: Maritim Stuttgart

Preisgeld: Einzel Preisgeld Punkte Sieger 64.700 €, 250 Finalist 34.080 €, 150 Semifinale 18.460 €, 90 Viertelfinale 10.515 €, 45

Hauptpreis: Ein Mercedes-Benz GLA 45 AMG.

Format: Einzel, KO-System, 2 Gewinnsätze (Bei einem Stand von 6:6 entscheidet der Tie-Break); Doppel, KO-System

Einzel: 28 Spieler im Hauptfeld Einzel Qualifikation: 32 Spieler in der Qualifikation   Doppel: 16 Teams im Doppel-Hauptfeld

Fernsehen: Sport1

Tickets: Ticket-Hotline: +49 (0)1805 6666 979 (14ct/min aus dem deutschen Festnetz, max. 42ct/min aus deutschen Mobilfunknetzen. Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr) Telefax: +49 (0)711 16543 44 E-Mail: ticket@mercedescup.de

Belag: Freiluft

Sandplatzturnier Offizieller Ball: Tretorn Stadionkapazität: 4500 (Centre Court)

Recent/Past Champions: Janko Tipsarevic Rafael Nadal Juan Martin del Potro Thomas Muster Michael Stich Goran Ivanisevic Andre Agassi Ivan Lendl Björn Borg uvm.

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